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		<title>Courbet.</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Dec 2010 21:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Panther Ray</dc:creator>
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		<description><![CDATA[16. Dezember 2010, Neue Zürcher Zeitung Der sensible Revoluzzer Grosse Gustave-Courbet-Retrospektive in der Schirn Kunsthalle Frankfurt Gustave Courbet: «Der Hirsch am Wasser», 1858-1861, Öl auf Leinwand. (Bild: Marseille, Musée des Beaux-Arts) Es gibt kaum einen Begriff in der Kunstgeschichte, der einen negativeren Beiklang hat als die sogenannte Salonmalerei des 19. Jahrhunderts. Vor ihrem Hintergrund hebt sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2434&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>16. Dezember 2010,<em> Neue Zürcher Zeitung</em></p>
<h1><strong>Der sensible Revoluzzer</strong></h1>
<h2>Grosse Gustave-Courbet-Retrospektive in der Schirn Kunsthalle Frankfurt</h2>
<div><a rel="article" href="http://www.nzz.ch/images/gustave_courbet_fullSize_1.8699505.1292485530.jpg"><img src="http://www.nzz.ch/images/gustave_courbet_lead_1.8699505.1292485530.jpg" alt="Gustave Courbet: «Der Hirsch am Wasser», 1858-1861, Öl auf Leinwand. (Bild: Marseille, Musée des Beaux-Arts)" width="370" height="210" /><img title="Hier klicken für eine vergrösserte Version dieses Bildes" src="http://www.nzz.ch/img/static/ico_zoom.gif" alt="Zoom" width="12" height="12" /></a>Gustave Courbet: «Der Hirsch am Wasser», 1858-1861, Öl auf Leinwand. (Bild: Marseille, Musée des Beaux-Arts)</p>
</div>
<p><span style="color:#808080;"><strong>Es  gibt kaum einen Begriff in der Kunstgeschichte, der einen negativeren  Beiklang hat als die sogenannte Salonmalerei des 19. Jahrhunderts. Vor  ihrem Hintergrund hebt sich die «heroische» Avantgarde, wie sie von  Gustave Courbet verkörpert wird, umso heller ab. Doch nun wird diese  Lesart der Geschichte revidiert.</strong></span></p>
<p>Christian Saehrendt</p>
<p>Mit 80 Gemälden und 15 Zeichnungen findet derzeit die grösste  Retrospektive Gustave Courbets in Deutschland seit mehr als 30 Jahren  statt. Zahlreiche dieser Arbeiten wurden selten oder noch nie in der  Öffentlichkeit gezeigt. Die Frankfurter Schirn macht sich die Tatsache  zunutze, dass der französische Künstler-Revolutionär bereits zu  Lebzeiten in Deutschland beliebter war als in seiner Heimat und seine  Werke seitdem in vielen deutschen Museen und Privatsammlungen präsent  sind.</p>
<p><span style="color:#c0c0c0;">Ausstellungskünstler</span></p>
<p>Man bemüht sich in Frankfurt, Courbets immer noch stark präsentes  Image eines politisierenden Realisten um einen poetischen,  introspektiven Akzent zu erweitern, und betont die psychischen Prozesse  des Selbstzweifels und der Selbstfindung des Künstlers sowie die  «nichtrealistische Seite» seiner realistischen Werke. Courbet steht wie  kein zweiter Künstler des 19. Jahrhunderts für den bis heute  dominierenden Typus des unabhängigen Ausstellungskünstlers, der  unablässig zum eigenen Vorteil Ausstellungen organisiert, Netzwerke  knüpft und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Courbets Erfolgsstrategie  ruhte seinerzeit auf den Säulen der Selbstvermarktung und der  permanenten Überschreitung der traditionellen Regeln des Pariser  Kunstbetriebs. Seine starke Medienpräsenz – in Frankfurt sind einige  zeitgenössische Karikaturen zu sehen – und die bewusst herbeigeführten  Skandale bedingten und verstärkten einander. Damals wie heute gilt er  mit seinem radikalen Realismus, mit seinem provinziell-proletarischen  Habitus als grosser Gegenspieler der staatsnahen und kommerziell  erfolgreichen Malerfürsten wie Ernest Meissonier und Jean-Léon Gérôme,  der Stars pariserischer Salonmalerei. Deren Kunst bediente in ihrer  Glätte und Perfektion, aber auch in der Wahl der Bildthemen den  luxuriösen Boudoirgeschmack und die patriotische Gesinnung  grossbürgerlicher Franzosen und neureicher Amerikaner, ihre effektvolle  und eklektizistische Salonmalerei fand ihren Widerpart in Courbets  Bauern- und Naturbildern.</p>
<p><span style="color:#c0c0c0;">«Grauer Dreck»</span></p>
<p>Für Gérôme waren die Bilder der Realisten «grauer Dreck», denn sie  «erniedrigen die Wirklichkeit zu einem banalen Einerlei, in dem sich  alle Poesie in Luft auflöst». Courbet konnte sich postum zu den Siegern  der Kunstgeschichte zählen, Gérôme galt hingegen lange als Vertreter  eines sterilen Akademismus. Nun betreibt man in Frankreich und den USA  mit Macht seine Rehabilitation. Das Musée d&#8217;Orsay widmet ihm parallel zu  Courbets Frankfurter Retrospektive eine grosse Schau. Die Frankfurter  Ausstellung macht indes noch einmal deutlich, wie fragwürdig im Fall von  Courbet der Gegensatz zwischen heroischem Avantgardismus und Kommerz  ist, denn parallel zu seinen Skandalwerken produzierte er eine grosse  Anzahl marktkonformer Werke, Jagdszenen, Porträts und Blumenstillleben,  von denen in Frankfurt viele zu sehen sind, ebenso wie einige Ikonen des  Realismus, wenngleich Hauptwerke wie «Das Begräbnis von Ornan» und sein  weltberühmtes Atelierbild Paris nicht verlassen durften, sie gleichen  Patienten, die nicht mehr transportfähig sind.</p>
<p>Vergebens bemühte man sich auch um Courbets «Grosses Alpenpanorama»  (heute in Cleveland), gemalt im Schweizer Exil im Todesjahr 1877.  Stattdessen wird die Düsternis seiner letzten Lebensjahre meisterhaft im  Winterbild der «Dents du Midi» versinnbildlicht, wo ein weiss  verschneiter Hang die Fernsicht auf die Berge blockiert. Courbets  Schweizer Spätwerk gilt als höchst heterogen: Neben einzelnen  Spitzenwerken gibt es eine mediokre Werkstattproduktion, zeitweise  beschäftigte Courbet in La-Tour-de-Peilz zwölf Mitarbeiter, und in Genf  etablierte sich 1875 ohne sein Wissen eine professionelle  Fälscherwerkstatt, die sich ganz auf Courbets spezialisiert hatte. In  den Landschaften wird einmal mehr deutlich, warum Realismus nicht den  Verzicht auf Emotion erzwingt. Im Gegenteil, die Kälte des Ausdrucks,  die schmutzigen Farben sind Zeichen psychischer Befindlichkeiten. Und  beim Blick auf die herrlichen Meeresbilder wird deutlich, wie stark  Courbets Malerei den Gegenstand verneint: Felsen wirken flüssig, und  Wasser wirkt wie Stein. In brillanter Farbgebung wechseln hier  lasierende und pastose Schichten, der Augenpunkt liegt so niedrig, dass  man sich gleich von den Wellen überrollt glaubt.</p>
<p><span style="color:#c0c0c0;">«. . . der Freiheit allein»</span></p>
<p>Von Courbet ist das Bekenntnis überliefert: «Nach meinem Tode soll  man von mir sagen: Der hat keiner Schule, keiner Institution, keiner  Akademie und keinem Regime angehört als dem der Freiheit allein.» Den  Regierenden des Second Empire blieb Courbet seinerzeit ein Rätsel, das  sich einer politischen Indienstnahme entzog, schliesslich trieb man ihn  aus politischen Gründen ausser Landes. Heute wird er postum vereinnahmt,  ohne sich dagegen wehren zu können. Seine in Frankfurt unter der  Schirmherrschaft von Präsident Sarkozy stattfindende Ausstellung ist  nunmehr Bestandteil der auswärtigen Kulturpolitik Frankreichs und trägt  so zum Ruhm der Grande Nation bei. Doch halt! Eines seiner Werke  entfaltet überraschend eine subversive Kraft: Das monumentale Gemälde  «Die Zigeunerin und ihre Kinder», auf dem schwer bepackte Figuren durch  eine triste Landschaft trotten, wirkt wie ein entlarvender Kommentar des  Künstlers zur derzeitigen Abschiebepraxis Frankreichs.</p>
<div><span style="color:#c0c0c0;">Courbet: Ein Traum von der Moderne. Schirn Kunsthalle Frankfurt. Bis 30. Januar 2011. Katalog.</span></div>
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			<media:title type="html">Gustave Courbet: «Der Hirsch am Wasser», 1858-1861, Öl auf Leinwand. (Bild: Marseille, Musée des Beaux-Arts)</media:title>
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		<title>Der Urtyp der Ironie&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 17:03:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Panther Ray</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2010/12/7789943-kopie.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2295" title="7789943 - Kopie" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2010/12/7789943-kopie.jpg?w=497&#038;h=279" alt="" width="497" height="279" /></a></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">&#8230;ist die willkürliche Vertauschung von Anschauung und Reflexion.</span></p>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;color:#808080;">Darum ist Kunst immer ironisch. Wir leben in einer Welt, in der alles seine Bedeutuung hat. Auch wenn der Künstler sein Werk &#8216;rein ästhetisch&#8217; gemeint haben mag, fragt der Betracher unvermeidlich: <em>Was soll denn das bedeuten? </em>Neben das individuelle ästhetische Erleben tritt unweigerlich die Reflexion auf den allgemeinen Zusammenhang der Dinge.</span></p>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;color:#808080;">Das widerfährt auch dem Naturschönen &#8211; in der Form <em>&#8220;Das sieht aus, als hätte sich einer was dabei gedacht&#8221;, </em>aber als bloßes Als-ob hat es gar nicht die Zeit, im Bewusstsein Fuß zu fassen. Der Künstler freilich <em>hat </em>sich &#8216;was gedacht&#8217;, und das drängt sich als Frage in die Anschauung. Und schon gerät die Anschauung &#8216;ins Schweben&#8217;, weil sie nicht &#8216;ganz bei sich&#8217; und ihrer nicht mehr sicher ist.</span></p>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;"><span style="color:#808080;">Dadurch unterscheidet sich Kunst von Kitsch: Dort ist Was-es-bedeuten-soll erkannt, bevor eine ästhetische Anschauung überhaupt geschehen konnte. Tritt sie hernach doch hinzu, fühlt sie sich zu spät gekommen und überflüssig. Dies ist das spezifische Missbehagen am Kitsch: Er ist bierenst und verträgt keine Ironie.</span><br />
</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aestheticanova.wordpress.com/2423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aestheticanova.wordpress.com/2423/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aestheticanova.wordpress.com/2423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aestheticanova.wordpress.com/2423/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aestheticanova.wordpress.com/2423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aestheticanova.wordpress.com/2423/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aestheticanova.wordpress.com/2423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aestheticanova.wordpress.com/2423/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aestheticanova.wordpress.com/2423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aestheticanova.wordpress.com/2423/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aestheticanova.wordpress.com/2423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aestheticanova.wordpress.com/2423/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aestheticanova.wordpress.com/2423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aestheticanova.wordpress.com/2423/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2423&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">7789943 - Kopie</media:title>
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		<title>Chopin und Horovitz.</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 16:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Panther Ray</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Geziert und schwül. Es mag sein, dass das den Intentionen des Autors entspricht. Gut ist es aber nicht. Chopin hat was Besseres verdient.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2411&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/horowitz-vladimir-01.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2412" title="Horowitz-Vladimir-01" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/horowitz-vladimir-01.jpg?w=410&#038;h=486" alt="" width="410" height="486" /></a></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Blackadder ITC;"><span style="color:#c0c0c0;">Geziert</span></span> und <em><span style="color:#575757;"><strong><span style="font-size:12pt;font-family:Broadway;">schwül.</span></strong></span></em></p>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;color:#808080;">Es mag sein, dass das den Intentionen des Autors entspricht. Gut ist es aber nicht. Chopin hat was Besseres verdient.</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aestheticanova.wordpress.com/2411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aestheticanova.wordpress.com/2411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aestheticanova.wordpress.com/2411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aestheticanova.wordpress.com/2411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aestheticanova.wordpress.com/2411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aestheticanova.wordpress.com/2411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aestheticanova.wordpress.com/2411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aestheticanova.wordpress.com/2411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aestheticanova.wordpress.com/2411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aestheticanova.wordpress.com/2411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aestheticanova.wordpress.com/2411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aestheticanova.wordpress.com/2411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aestheticanova.wordpress.com/2411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aestheticanova.wordpress.com/2411/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2411&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Zuckerpuppe aus der Bauchtanztruppe.</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 19:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Panther Ray</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betrachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kees van Dongen]]></category>
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		<description><![CDATA[Wild, primitiv, ozeanisch Kees van Dongen und seine Götzenbilder der Schicken, Schönen und Sündigen Zuerst hat man ihn als Hymniker der Huren verlacht, dann als van Dyck der Schickeria verachtet. Die Nachwelt vergass ihn rasant. Dabei gehörte der holländische Maler Kees van Dongen einmal zu den faszinierendsten Erscheinungen im Paris der klassischen Moderne. &#8211; Eine [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2392&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-1907.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2394" title="van dongen  1907" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-1907.jpg?w=497&#038;h=684" alt="" width="497" height="684" /></a></h1>
<h1><strong>Wild, primitiv, ozeanisch</strong><span style="font-family:bbbuk;"><span style="font-size:medium;"><em> </em></span></span></h1>
<h2>Kees van Dongen und seine Götzenbilder der Schicken, Schönen und Sündigen</h2>
<p><span style="font-family:bbbug;"><strong>Zuerst hat man ihn als Hymniker der Huren  verlacht, dann als van Dyck der Schickeria verachtet. Die Nachwelt  vergass ihn rasant. Dabei gehörte der holländische Maler Kees van Dongen  einmal zu den faszinierendsten Erscheinungen im Paris der klassischen  Moderne. &#8211; Eine Wiederentdeckung in Rotterdam. </strong></span></p>
<p><span style="font-family:bbnok;color:#c0c0c0;"><em>Von Manfred Schwarz </em></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Als Vagabund war er in Paris  angekommen. Ohne Geld und ohne Unterkunft. Ohne eine Rückfahrkarte ins  heimische Holland, wo er im Frühsommer 1897 einfach in den Zug gestiegen  war. Magnetisch hatte ihn die Metropole angezogen. Für jemand wie ihn  musste die tausendfach schillernde Hauptstadt der Belle Epoque eine  unwiderstehliche Versuchung sein. Jemand wie er, der 1877 im tristen  Armeleutemilieu von Delfshaven bei Rotterdam geboren wurde, konnte gar  nicht anders, als sich nach dem Lichterglanz der Boulevards zu  verzehren, nach den raffinierten Garderoben und dem koketten Lächeln der  Damen, nach der ohrenbetäubenden Musik aus den mondänen Tanzlokalen.  Nach der grossen, weiten Welt.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-campi-di-papaveri-1906.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2395" title="Van Dongen, Campi di papaveri, 1906" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-campi-di-papaveri-1906.jpg?w=497&#038;h=621" alt="" width="497" height="621" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:bbnog;color:#c0c0c0;"><strong>Posen und Possen </strong></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Natürlich sieht er diese zunächst  nur aus der Ferne, fast wie eine Fata Morgana. Allenfalls schafft er es  bis in die Pariser Halbwelt. Aber er ist unerschrocken: ein Eroberer,  ein Löwenbändiger. Er schläft zunächst im Freien, unter Obdachlosen, vor  den Toren der Stadt, später im Wohnwagen. Er verdingt sich als  Lastträger, verkauft Zeitungen und selbstgezeichnete Postkarten,  arbeitet auf dem Jahrmarkt, als Aufbauer erst, dann als Schaukämpfer,  als Kraftmeier. Er lernt die legendäre, schon recht betagte Kokotte La  Goulue kennen und hat eine Affäre mit dem Lieblingsmodell von Auguste  Renoir. Bald gehört er zu den Bohémiens von Montmartre. Er malt, er  zeichnet: die Posen und Possen der Rotlichtviertel und Zirkusarenen, die  grell geschminkten Flittchen, die abenteuerdurstigen Freier, die  Gaukler und Stenze, die Demimonde der Nachtschwärmer. Er liefert  Illustrationen für satirische Journale. Im Bateau Lavoir ist Pablo  Picasso sein Nachbar  . . .</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen-maisons-c3a0-amsterdam-1907.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2396" title="vanDongen Maisons à Amsterdam, 1907" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen-maisons-c3a0-amsterdam-1907.jpg?w=497&#038;h=603" alt="" width="497" height="603" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">So beginnt die Geschichte des  holländischen Malers Kees van Dongen, dessen langes und  abwechslungsreiches Leben erst 1968 endete, als er schon einige Zeit im  fürstlichen Monte Carlo residierte, fast vergessen zwar, wenn nicht  verachtet, aber immerhin wohlhabend. Sie liest sich wie ein Roman von  Blaise Cendrars. Oder eine Erzählung von Walter Serner. Denn Kees van  Dongen ist nicht nur ein sehr aufregender und schillernder Maler  gewesen, mindestens ebenso interessant ist er als Aufsteiger und  Lebemann, als Mann von Welt, als Darling der Pariser Gesellschaft. Im  Boijmans-van-Beuningen-Museum jedenfalls, wo ihm nun eine grosse  Retrospektive gewidmet ist, steht jener bohémienhafte Auftakt seiner  Karriere im Fluchtpunkt des ganzen Geschehens. Die Ausstellung will  gleichsam seinen erstaunlichen, so ganz und gar nicht  selbstverständlichen Weg zum Ruhm beleuchten. Und van Dongen zugleich,  wenigstens ein bisschen, von dem hartnäckigen Ruch des allzu  erfolgreichen Mode- und Gesellschaftsmalers befreien, der ihm seit  langem anhaftet und der dazu führte, dass man im mondänen Geglitzer  seine künstlerischen Qualitäten nicht mehr sehen wollte.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen-printemps.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2397" title="vanDongen printemps" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen-printemps.jpg?w=497&#038;h=372" alt="" width="497" height="372" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:bbnog;color:#c0c0c0;"><strong>Rätselhafte Kultbilder </strong></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Nun sind hier rund achtzig  Arbeiten van Dongens versammelt, um den Blick von solchen törichten  Befangenheiten zu befreien, darunter viele Hauptwerke aus den grossen  Museen zwischen New York, Paris und Moskau. &#8211; Die Ausstellung setzt zwar  auf dem Höhepunkt seines Erfolgs als Salonlöwe und gefeierter  Gesellschaftsmaler in den Roaring Twenties ein, die sie mit einer ganzen  Galerie seiner sehr modischen, sehr eleganten High-Society-Porträts im  ersten und grössten Saal eindrucksvoll illustriert. Allerdings traut sie  sich doch nicht so recht auf dieses heikle Terrain und breitet dann  lieber rasch die Werke seiner fauvistischen Phase aus, die von 1906 bis  in die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg entstehen und motivisch vor allem  um den Orient, den Zirkus, das Nachtleben kreisen; besonders um das  sinnliche und farbensprühende Dasein schöner Frauen, die als  Bauchtänzerinnen figurieren oder als Manegenluder, als Haremsdamen oder  Bordsteinschwalben, aber immer götzenhaft suggestive Züge gewinnen,  rätselhaft wie Kultbilder versunkener Kulturen, schön und verführerisch  und vor allem: sehr bunt und allenfalls leicht bekleidet. Als «wild,  primitiv und ozeanisch» wurden diese Schnappschüsse aus der schillernden  Pariser Unterwelt von der Kritik gefeiert. Sie gehörten zu den grossen  künstlerischen Sensationen dieser Jahre und katapultierten den Bohémien  für eine kurze Zeit lang, vor dem Triumph des Kubismus, in die Mitte der  Pariser Avantgarde. Seine Bilder riechen nach Opium und Ambra, schreibt  der grosse Guillaume Apollinaire.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van_dongen_rust_ruhe_quietude_1918.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2398" title="van_dongen_rust_ruhe_quietude_1918" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van_dongen_rust_ruhe_quietude_1918.jpg?w=497&#038;h=381" alt="" width="497" height="381" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Abschliessend werden in der  Ausstellung die künstlerischen Anfänge van Dongens ausgebreitet, seine  Skizzen von den Bordellen im Rotterdamer Hafenviertel und seine  spätimpressionistischen Ansichten vom leichtlebigen Treiben auf dem  Montmartre, wo die Farbtupfer auf der Leinwand wie ein Konfettiregen aus  der Silvesternacht anmuten. Ästhetisch vermögen diese Werke zwar nicht  unbedingt zu frappieren, aber sie fügen sich doch zu einer sehr schönen  Pointe: Der Maler, dem später die Damen der Pariser Hautevolee  scharenweise Modell sitzen sollten, von den berühmten Filmstars und  Schönheitsköniginnen bis zur sehr mondänen Comtesse de Noailles, hat  seine Kunst jahrelang an den billigen Flittchen erprobt und verfeinert;  derjenige, der während der Goldenen Zwanziger die ganze elegante Welt in  seiner Pariser Villa empfing &#8211; und sich damit in den Augen der  Malerkollegen wie der Kunsthistoriker offensichtlich für alle Zeiten  diskreditierte -, hatte sich zuvor ausgiebig in den verruchtesten  Bordellen und Spelunken herumgetrieben. Als wahrer Mann von Welt im  Sinne Charles Baudelaires hat Kees van Dongen zwischen diesen Sphären,  diesen Damen keine Unterschiede gemacht. Sie haben ihn gleichermassen  gefangen und zur Sittenschilderung gereizt, mit ihren spezifischen  Schönheiten, ihren Coiffuren und Attitüden, mit der «hohen Spiritualität  ihrer Toilette».</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-baigneuse-1920.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2399" title="van Dongen baigneuse 1920" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-baigneuse-1920.jpg?w=497&#038;h=497" alt="" width="497" height="497" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:bbnog;color:#c0c0c0;"><strong>Zutiefst diesseitig </strong></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Überhaupt lässt sich Baudelaires  kanonische Abhandlung über den «Maler des modernen Lebens» wie eine  Apologie des zutiefst diesseitigen Werks Kees van Dongens lesen, der  noch im Greisenalter nicht widerstehen konnte, die blutjunge Brigitte  Bardot zu porträtieren. Es gibt im 20.  Jahrhundert neben diesem in  Paris gestrandeten Holländer wohl keinen anderen Maler, der die dort  geforderten Kriterien so makellos erfüllt, ja in seiner ganzen  Daseinsweise umgesetzt hätte. Wir sollten ihn dafür verehren, statt ihn  leichtfertig zu verachten. Wir sollten schleunigst nach Rotterdam  pilgern, um diesem Maler des modernen Lebens aus den 1910er und 1920er  Jahren unsere überfällige Reverenz zu erweisen. Denn er hat, mit den  Worten Baudelaires, freiwillig eine Aufgabe erfüllt, die andere Künstler  verschmähten und die zu erfüllen vor allem einem Weltmann zukam. Er hat  überall die vergängliche, flüchtige Schönheit des gegenwärtigen Lebens  gesucht.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-ca-1930.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2400" title="van dongen  ca. 1930" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-ca-1930.jpg?w=497&#038;h=372" alt="" width="497" height="372" /></a></span></p>
<p><span style="color:#c0c0c0;">Alle Augen auf Kees van Dongen. Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam. Bis 23.  Januar 2011.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-ca-1930.jpg"></a><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-1922.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2401" title="van dongen  1922" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-1922.jpg?w=497&#038;h=494" alt="" width="497" height="494" /></a></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen_lavalsechaloupee1906.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2402" title="vanDongen_LaValseChaloupee1906" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen_lavalsechaloupee1906.jpg?w=417&#038;h=490" alt="" width="417" height="490" /></a></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-sc3a4nger-johnny-hodgins-1927.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2403" title="van dongen sänger johnny hodgkins 1927" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-sc3a4nger-johnny-hodgins-1927.jpg?w=497&#038;h=552" alt="" width="497" height="552" /></a></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen-voiliers-c3a0-cannes.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2404" title="vanDongen Voiliers à Cannes" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen-voiliers-c3a0-cannes.jpg?w=497&#038;h=379" alt="" width="497" height="379" /></a></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen_portrait.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2405" title="vanDongen_Portrait" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen_portrait.jpg?w=497&#038;h=682" alt="" width="497" height="682" /></a></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen_portraitofcosmosotero.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2406" title="vanDongen_PortraitofCosmoSotero" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen_portraitofcosmosotero.jpg?w=372&#038;h=441" alt="" width="372" height="441" /></a></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen20montmatrekeesvandongen.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2407" title="vanDongenMontmartre" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vandongen20montmatrekeesvandongen.jpg?w=497&#038;h=380" alt="" width="497" height="380" /></a></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-bb.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2408" title="van dongen Brigitte Bardot" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/van-dongen-bb.jpg?w=300&#038;h=402" alt="" width="300" height="402" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><br />
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<p><span style="font-family:ullsg,Helvetica,Arial;"><span style="font-size:x-small;"><br />
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<p><span style="font-family:ullsg,Helvetica,Arial;"><span style="font-size:x-small;"><br />
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<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aestheticanova.wordpress.com/2392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aestheticanova.wordpress.com/2392/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aestheticanova.wordpress.com/2392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aestheticanova.wordpress.com/2392/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aestheticanova.wordpress.com/2392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aestheticanova.wordpress.com/2392/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aestheticanova.wordpress.com/2392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aestheticanova.wordpress.com/2392/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aestheticanova.wordpress.com/2392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aestheticanova.wordpress.com/2392/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aestheticanova.wordpress.com/2392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aestheticanova.wordpress.com/2392/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aestheticanova.wordpress.com/2392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aestheticanova.wordpress.com/2392/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2392&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Venezianische Veduten.</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 09:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Panther Ray</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Canaletto d. Ä.]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
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		<description><![CDATA[aus Neue Zürcher Zeitung, 2. 12. 2010 Unerschütterliche Eleganz Canaletto und seine Rivalen: venezianische Vedutenmalerei in der Londoner National Gallery Eine Ausstellung in London setzt Canalettos Werk in Kontext zu seinen Vorläufern, Nachfolgern und Rivalen. Die Werke zeigen Regatten, Feste und Zeremonien der «schwimmenden Stadt», vor allem aber ihre Architektur, vor deren Grösse und Pracht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2377&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/canale-grande-mit-san-simeone-piccoloc2bb-um-1740.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2378" title="Canale Grande mit San Simeone Piccolo», um 1740." src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/canale-grande-mit-san-simeone-piccoloc2bb-um-1740.jpg?w=497&#038;h=300" alt="" width="497" height="300" /></a></p>
<p>aus <em>Neue Zürcher Zeitung,</em> 2. 12. 2010</p>
<h1><strong>Unerschütterliche Eleganz </strong></h1>
<h2><span style="font-family:bbbuk;"><span style="font-size:medium;"><em>Canaletto und seine Rivalen: venezianische Vedutenmalerei in der Londoner National Gallery </em></span></span></h2>
<p><span style="font-family:bbbug;color:#808080;"><strong>Eine Ausstellung in London setzt Canalettos  Werk in Kontext zu seinen Vorläufern, Nachfolgern und Rivalen. Die Werke  zeigen Regatten, Feste und Zeremonien der «schwimmenden Stadt», vor  allem aber ihre Architektur, vor deren Grösse und Pracht die Menschen  nur fingernagelgross erscheinen. </strong></span></p>
<p><span style="font-family:bbnok;color:#c0c0c0;"><em>Von Marion Löhndorf </em></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">In den Gemälden des jungen  Canaletto (1697 bis 1768) ist der Himmel noch nicht so blank geputzt,  die Stadtlandschaft noch nicht so aufgeräumt wie in seinen späteren  Meisterwerken. Das war nicht etwa dem Zufall geschuldet oder seinem  persönlichen Geschmack, sondern vor allem der Nachfrage. Canalettos  Kunden bevorzugten den strahlenden Sommerhimmel einer postkartenschönen  Stadt. Seine Kunden, das waren vor allem vornehme oder reiche englische  Reisende, denen die Grand Tour durchs südliche Europa den letzten  Schliff an klassischer Bildung und Geschmack geben sollte. Komplettiert  wurden diese Bildungsreisen, die oft Monate, manchmal Jahre dauerten,  durch die passenden Souvenirs. Venezianische Stadtansichten aus den  Werkstätten ortsansässiger Meister gehörten als eine Art luxuriöser  Vorläufer der Ansichtskarte zu den beliebtesten und prestigeträchtigsten  Erinnerungsstücken. Und damit sie ins Gepäck der jungen Herrschaften  passten oder versendet werden konnten, fertigte Canaletto, dem es ein  Leichtes war, zwischen den Formaten zu wechseln, seine Bilder auf  Bestellung gern in handlichen Grössen an.</span></p>
<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vanvitelli.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2388" title="vanvitelli, palazzo ducale" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/vanvitelli.jpg?w=497&#038;h=265" alt="" width="497" height="265" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family:bbnog;color:#c0c0c0;">Markt für Vedutenmalerei </span></strong></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Dafür, dass dessen Meisterschaft  nicht nur im Verborgenen blühte, sorgte Joseph Smith, der britische  Konsul in Venedig: Smith, ein Kunstkenner, Sammler und Verehrer  Canalettos, wirkte zugleich auch als sein Agent. Er besass die besten  Verbindungen und sorgte dafür, dass die Werke des Malers bekannt &#8211; und  gekauft &#8211; wurden. Noch heute hängen die schönsten Canalettos in  englischen Herrenhäusern &#8211; und in der Royal Collection des Buckingham  Palace. Durch die Verbreitung von weniger kostspieligen Stichen brachte  Smith das Geschäft seines Klienten zusätzlich in Schwung. Dass der Maler  bereits in den 1730er Jahren eine personalstark besetzte Werkstatt  einrichten konnte, gehörte zu den äusseren Zeichen seines Erfolgs. Erst  rund zehn Jahre zuvor, in den frühen 1720er Jahren, sind seine ersten  venezianischen Stadtansichten datiert. Schon um 1725 hatte der Maler und  Berater für Kunstsammler Alessandro Marchesini ausgerufen: «Antonio  Canale  .  .  . versetzt in dieser Stadt alle in Staunen, die sein Werk  sehen  .  .  . man sieht die Sonne darin scheinen.»</span></p>
<p><strong><span style="font-family:bbnog;color:#c0c0c0;">Direkte Gegenüberstellungen </span></strong></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Dass der Canaletto genannte  Giovanni Antonio Canal zwar für viele der hellste, aber nicht der  einzige Stern der venezianischen Vedutenmalerei war, belegt einmal mehr  eine Ausstellung in der National Gallery in London: Nicht zum ersten Mal  wird Canaletto hier in Bezug zu anderen Malern gesetzt, die sich mit  Venedig-Panoramen befassten. Doch die Londoner Ausstellung bezieht ihre  Spannung aus der direkten Gegenüberstellung. Oft sind dieselben  Ansichten, in denen sogar die Perspektiven übereinstimmen, nebeneinander  zu sehen. So begab sich der junge Canaletto ganz bewusst in  unmittelbare Konkurrenz zu seinem Vorläufer Luca Carlevarijs  (1663-1730), der neben Gaspare Vanvitelli (1652/53-1736) als einer der  «Erfinder» der venezianischen Vedutenmalerei galt, indem er dessen  Kompositionen gelegentlich nicht nur übernahm, sondern zu übertreffen  versuchte: Canalettos «Empfang des französischen Gesandten  Jacques-Vincent Languet, Comte der Gergy, im Dogenpalast, 4.  November  1726» (um 1727) steht in direkter Korrespondenz mit Carlevarijs&#8217;  «Empfang des britischen Gesandten Charles Montagu, 4.  Earl of  Manchester, im Dogenpalast, 22.  September 1707» (um 1707/08).</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/carlevarij.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2385" title="Carlevarij" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/carlevarij.jpg?w=442&#038;h=260" alt="" width="442" height="260" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Canaletto nimmt dem Carlevarijs  nachempfundenen Szenario den feinen grauen Nebel der Melancholie,  frischt die Farben auf und dramatisiert Licht- und Schatteneffekte.  Seine Figuren bewegen sich teilweise in farblich voneinander abgesetzten  Gruppen, animiert und vielfältig. Carlevarijs hingegen griff für die  Menschen in seinen Stadtpanoramen auf ein Skizzenbuch zurück und brachte  bestimmte Figuren gern auch mehrfach in unterschiedlichen Gemälden zum  Einsatz. Sein Verfahren, Bestandteile der Menge aus einem Musterbuch  zusammenzustellen, verlieh seinen Figuren eine Tendenz zur Starrheit,  was &#8211; im Vergleich zu Canaletto &#8211; zu einem Mangel an Atmosphäre führte.</span></p>
<p><strong><span style="font-family:bbnog;color:#c0c0c0;">Traumkulisse </span></strong></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Auch Canalettos Neffe, Bernardo  Bellotto (1722 bis 1780), der den Stil seines Onkels und Lehrmeisters zu  Beginn seiner erfolgreichen Karriere geschickt zu imitieren verstand,  war Canaletto bei der Darstellung von Figuren unterlegen, wie sich im  direkten Vergleich zeigt. Selbst die Hunde wirken in Bellottos Gemälden  im Gegensatz zu denen des Onkels fast ungelenk: auch wenn sie oft  weniger als fingernagelgross &#8211; also winzig klein &#8211; auf den Ansichten zu  sehen sind, auf denen die Architektur das bestimmende Element bildet.  Die </span></p>
<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/belotto-canale-grande.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2384" title="Bellotto, Canale grande" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/belotto-canale-grande.jpg?w=497&#038;h=372" alt="" width="497" height="372" /></a></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">jeweilige Gegenüberstellung der Werke lädt zur Bewertung ein, lenkt  aber auch den vergleichenden Blick auf Details und besondere Eigenheiten  der Maler: die kräftigeren, schwärzeren Schatten, die Bellotto  verwendete, das kühlere Blau seines Himmels, die eher kursorische  Wiedergabe des Wassers, die Vorliebe für grössere Formate. &#8211; Einer der  bedeutendsten Konkurrenten Canalettos war Michele Marieschi (1710-1743),  der in kurzer Zeit ein umfangreiches Werk schuf: ein temperamentvoller  Maler, von dem man annahm, dass er ohne Vorzeichnungen direkt auf der  Leinwand komponierte, grosse Bereiche seiner Gemälde noch während der  Arbeit veränderte und relativ schnell malte. Im Gegensatz zu Canaletto  bevorzugte er überraschende Kompositionen, die unerwartete Grade der  Verzerrung einbeziehen. Lange währte der Wettbewerb zwischen Canaletto  und Marieschi nicht; Marieschi starb kurz nach seinem 32.  Geburtstag.</span></p>
<p><strong><span style="font-family:bbnog;color:#c0c0c0;">Atmosphärische Dichte </span></strong></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Der Figurenmaler <a href="http://landschaftentbindung.wordpress.com/2010/05/30/francesco-guardi-1712-1793-eine-abbitte/">Francesco Guardi </a> (1712 bis 1793) fand erst spät, um 1758, zur Vedutenmalerei. Sein  eindrucksvolles Werk &#8211; das unter genauer Kenntnis desjenigen Canalettos  entstand, ohne ihn stilistisch je zu kopieren &#8211; markiert ein letztes  glanzvolles Schlusskapitel der Blütezeit des Genres: Der Markt der  kaufkräftigen aristokratischen Touristen war bereits weitgehend  erschöpft, als Guardi den Höhepunkt seines Schaffens erreichte. Guardi  war nicht wie Canaletto an Präzision interessiert und an dessen  majestätisch-klarer, optimistischer Sicht einer Welt von  unerschütterlicher Eleganz, einer Welt, die in Ordnung ist. Guardis  Venedig-Ansichten zeichnen sich weniger durch Akkuratesse als durch  atmosphärische Dichte aus. Sein nervöser Pinselstrich, der seine Gebäude  leicht erzittern zu lassen scheint, weist schon voraus auf die  romantische Sensibilität des 19.  Jahrhunderts. Guardis Werke erinnern  an Rilke und Thomas Mann, die in der Stadt eine theatralische, fast  unwirkliche Traumkulisse sahen. Canalettos Venedig als in gleissendes  Licht getauchte Stätte der Perfektion und Schönheit war bei Guardi schon  zum Ort der Vergänglichkeit geworden.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/the-lagoon-with-the-torre-008.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2390" title="Guardi-The-Lagoon-with-the-Torre-008" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/12/the-lagoon-with-the-torre-008.jpg?w=497&#038;h=249" alt="" width="497" height="249" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:ullsg,Helvetica,Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#c0c0c0;">Venice: Canaletto  and His Rivals. National Gallery, London. Bis 16.  Januar 2011. Katalog  (Yale University Press, London) £  35.-</span>.</span></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aestheticanova.wordpress.com/2377/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aestheticanova.wordpress.com/2377/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aestheticanova.wordpress.com/2377/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aestheticanova.wordpress.com/2377/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aestheticanova.wordpress.com/2377/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aestheticanova.wordpress.com/2377/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aestheticanova.wordpress.com/2377/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aestheticanova.wordpress.com/2377/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aestheticanova.wordpress.com/2377/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aestheticanova.wordpress.com/2377/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aestheticanova.wordpress.com/2377/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aestheticanova.wordpress.com/2377/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aestheticanova.wordpress.com/2377/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aestheticanova.wordpress.com/2377/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2377&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Timo Taubertal</media:title>
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			<media:title type="html">Canale Grande mit San Simeone Piccolo», um 1740.</media:title>
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			<media:title type="html">vanvitelli, palazzo ducale</media:title>
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			<media:title type="html">Carlevarij</media:title>
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			<media:title type="html">Bellotto, Canale grande</media:title>
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			<media:title type="html">Guardi-The-Lagoon-with-the-Torre-008</media:title>
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		<title>Woher weiß das Gehirn, dass etwas schön ist?</title>
		<link>http://aestheticanova.wordpress.com/2010/11/24/woher-weis-das-gehirn-dass-etwas-schon-ist/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 09:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Panther Ray</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Delmenhorst]]></category>
		<category><![CDATA[Neuroästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Symposium]]></category>

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		<description><![CDATA[Internationales Symposium zur Neuroästhetik 23.11.2010 Ein internationales Symposium widmet sich dem noch jungen Forschungsbereich der Neuroästhetik. Die Veranstaltung mit dem Titel „The Artful Brain &#8211; Perspectives in Neuroesthetics“ will Verbindungen zwischen Kunst und Neurowissenschaften auf verschiedenen Ebenen aufzeigen und die Frage klären, wie das Gehirn eine so komplexe Leistung wie die ästhetische Beurteilung von Bildern, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2362&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/nervenbahnen-hirn.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2367" title="Nervenbahnen Hirn" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/nervenbahnen-hirn.jpg?w=497&#038;h=423" alt="" width="497" height="423" /></a></p>
<h1><strong> Internationales Symposium zur<br />
Neuroästhetik</strong></h1>
<p>23.11.2010</p>
<p>Ein  internationales Symposium widmet sich dem noch jungen Forschungsbereich  der Neuroästhetik. Die Veranstaltung mit dem Titel „The Artful Brain &#8211;  Perspectives in Neuroesthetics“ will Verbindungen zwischen Kunst und  Neurowissenschaften auf verschiedenen Ebenen aufzeigen und die Frage  klären, wie das Gehirn eine so komplexe Leistung wie die ästhetische  Beurteilung von Bildern, Musikstücken und anderen Kunstwerken erbringen  kann.</p>
<p>Für  das Symposium konnten international hochgeschätzte Wissenschaftler  gewonnen werden. Professor Giacomo Rizzolatti von der Universität Parma  (Italien) wird den Einführungsvortrag über Kunst und Neurowissenschaft  halten. Professor Manfred Fahle (Universität Bremen) setzt sich in  seinem Vortrag mit dem Problem der Beurteilung visueller Szenen und  Kunstwerke bei ultrakurzen Darbietungszeiten auseinander. Professor Greg  Currie aus Nottingham (Großbritannien) stellt seine Überlegungen zur  Empathie in der Neuroästhetik vor. Weitere internationale  Wissenschaftler und Kunstexperten runden das Programm beispielsweise mit  Vorträgen zur Musikwahrnehmung und zum Zusammenspiel von Kognitionen  und Emotionen in der ästhetischen Wahrnehmung ab.</p>
<p>Das Symposium wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft  und Kultur gefördert, so dass Studierende in Graduiertenstudiengängen  sich um die Teilnahme gegen eine geringe Gebühr noch bewerben können.  Die Organisatoren des Symposiums, Prof. Dr. Reto Weiler (HWK), PD Dr.  Karin Dedek (Universität Oldenburg) und Dr. Anne Hamker (Universität  Leipzig) versprechen interessante Beiträge und Diskussionen zu aktuellen  Forschungsproblemen: Ob und wie Neurowissenschaftler komplexe, zutiefst  menschliche Eigenschaften und Verhaltensweisen erklären können wie  beispielsweise die ästhetische Beurteilung.</p>
<p>Zudem gibt die Veranstaltung den Nachwuchswissenschaftlern Gelegenheit,  mit Experten dieser noch jungen Disziplin zu diskutieren und Anregungen  für eigene Projekt zu bekommen. Tagungssprache ist Englisch.</p>
<p>Genauere Informationen zur Bewerbung von Studierenden sowie zur  Anmeldung anderer Teilnehmer können der Internetseite des  Hanse-Wissenschaftskollegs (HWK) unter folgender Adresse entnommen  werden: <a href="http://www.h-w-k.de/neuroesthetic.html" target="_new">http://www.h-w-k.de/neuroesthetic.html</a>.</p>
<p>Kontakt: Dr. Dorothe Poggel, Hanse-Wissenschaftskolleg, Tel.: 04221 9160-109, E-Mail: dpoggel@h-w-k.de<br />
Pressekontakt: Heidi Müller-Henicz, Hanse-Wissenschaftskolleg, Tel.: 04221 9160-214, E-Mail: hmuehenicz@h-w-k.de</p>
<h2>Korrektur vom 23.11.2010</h2>
<p>Internationales Symposium vom 09. bis 10. Dezember 2010, Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK), Lehmkuhlenbusch 4, 27753 Delmenhorst</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aestheticanova.wordpress.com/2362/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aestheticanova.wordpress.com/2362/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aestheticanova.wordpress.com/2362/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aestheticanova.wordpress.com/2362/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aestheticanova.wordpress.com/2362/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aestheticanova.wordpress.com/2362/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aestheticanova.wordpress.com/2362/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aestheticanova.wordpress.com/2362/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aestheticanova.wordpress.com/2362/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aestheticanova.wordpress.com/2362/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aestheticanova.wordpress.com/2362/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aestheticanova.wordpress.com/2362/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aestheticanova.wordpress.com/2362/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aestheticanova.wordpress.com/2362/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2362&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Timo Taubertal</media:title>
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			<media:title type="html">Nervenbahnen Hirn</media:title>
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	</item>
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		<title>Gesamtkunstwerk Expressionismus.</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 09:34:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Panther Ray</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betrachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Expressionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Malerei]]></category>

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		<description><![CDATA[aus: Neue Zürcher Zeitung, 16. 11. 2010 Die dämonische Leinwand Eine Ausstellung zum «Gesamtkunstwerk Expressionismus» auf der Mathildenhöhe in Darmstadt Eine materialreiche interdisziplinäre Ausstellung widmet sich dem «Gesamtkunstwerk Expressionismus». Sie zeigt die Synergien zwischen den Künsten. Ein Schwerpunkt liegt beim Film. Von Josef Nagel «Der Expressionismus ist keine Mode. Er ist eine Weltanschauung. Und zwar [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2350&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/dr-caligari-cc2abe76-9421-440a-b41f-e0677b7c1551.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2354" title="aus Dr. Caligari " src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/dr-caligari-cc2abe76-9421-440a-b41f-e0677b7c1551.jpg?w=497&#038;h=385" alt="" width="497" height="385" /></a></p>
<p>aus:<em> Neue Zürcher Zeitung,</em> 16. 11. 2010</p>
<h1><strong>Die dämonische Leinwand</strong></h1>
<h2><span style="font-family:bbnog;"><span style="font-size:large;"><strong> </strong></span></span> <span style="font-family:bbbuk;"><span style="font-size:medium;"><em>Eine Ausstellung zum «Gesamtkunstwerk Expressionismus» auf der Mathildenhöhe in Darmstadt </em></span></span></h2>
<p><span style="font-family:bbbug;color:#808080;"><strong>Eine materialreiche interdisziplinäre  Ausstellung widmet sich dem «Gesamtkunstwerk Expressionismus». Sie zeigt  die Synergien zwischen den Künsten. Ein Schwerpunkt liegt beim Film. </strong></span></p>
<p><span style="font-family:bbnok;color:#c0c0c0;"><em>Von Josef Nagel </em></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">«Der Expressionismus ist keine  Mode. Er ist eine Weltanschauung. Und zwar eine Anschauung der Sinne,  nicht der Begriffe», resümierte «Sturm»-Gründer Herwarth Walden 1919.  Und Brecht schrieb 1920 in sein Tagebuch: «Diese Bewegung war eine  (kleine deutsche) Revolution, aber als etwas Freies erlaubt war, zeigte  es sich, dass keine Freien da waren.» Eine Neuentdeckung des  Expressionismus steht auf der Mathildenhöhe in Darmstadt nicht an, aber  der interdisziplinäre Blick lädt ein zur Revision monothematischer  Interpretationen. 28 Stationen zeigen Gemälde, Plakate,  Architekturskizzen, Skulpturen, Filmausschnitte, Fotografien,  Musikstücke und Zeitdokumente von 1905 bis 1925 &#8211; von der «Brücke» bis  zur Neuen Sachlichkeit. Sie belegen die Synergien und Wechselwirkungen  in den Bereichen Film, Literatur, Theater, Tanz und Architektur. In  Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum in Frankfurt ist so eine  kenntnisreiche Schau zum «Gesamtkunstwerk Expressionismus» entstanden.  Erstmalig umgesetzt, wie die Ausstellungsmacher betonen, ist diese Idee  freilich nicht: Bereits 1997 wurde das Thema im Palazzo Grassi in  Venedig präsentiert.</span></p>
<p><span style="font-family:bbnog;color:#c0c0c0;">Ästhetische Faszination </span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Rund 450 Exponate verweisen auf  die Mehrfachbegabung, auf die Netzwerke der über 100 vertretenen  Künstler, auf die Vereinigung aller zeitgenössischen Kunstrichtungen im  Medium Film. «Als Gesamtkunstwerk an sich bietet der Film gewissermassen  eine Innensicht des Expressionismus, indem er dessen Seele und Visionen  widerspiegelt», erklärt Ralf Beil, Direktor am Institut Mathildenhöhe.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Das Spiel am Rande des Abgrunds  kulminierte schon vor 1914 in eine allgemeine Kriegsbegeisterung. Eine  «innere Notwendigkeit», die Hoffnung auf einen glorreichen Sieg atmete  selbst Ernst Barlachs Lithografie «Der heilige Krieg». Dieser  ästhetischen Faszination verfielen auch Franz Marc, Otto Dix oder Max  Beckmann.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Wenige Jahre später, die  Katastrophe war absehbar,  verbündeten  sich  viele  der  überlebenden  Künstler in der Novembergruppe. Otto Dix&#8217; «Der Schrei», Milly Stegers  symbolträchtige Skulptur «Aufstehender Jüngling», Holzschnitte von Käthe  Kollwitz legen davon Zeugnis ab. In Karl Heinz Martins Film «Von  morgens bis mitternachts» (1920), der durch flache Räume, Überblendungen  und dokumentarische Szenen geprägt ist, erzählt ein zerrüttetes Ich von  der Krankheit der Gefühle.</span></p>
<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/golem.jpg"><img title="Golem" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/golem.jpg?w=356&#038;h=550" alt="" width="356" height="550" /></a></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Eine Produktion gilt bis heute als  Manifest des expressionistischen Films: «Das Cabinet des Dr.   Caligari», 1919 von Robert Wiene inszeniert. Sein Erfolg beruhte auf den  Dekorationen, weniger auf Dramaturgie oder Fotografie. Die Bauten der  «Brücke»-Mitglieder Walter Reimann, Walter Röhrig und Hermann Warm  nutzten expressionistische Maler- und Theaterelemente, die Schauspieler  ihre Bühnenerfahrungen. «Ob Kunst im Film möglich ist, wurde gestern  endgültig entschieden», urteilte Kurt Tucholsky nach der Uraufführung.  Caligaris legendäres Schattenreich ist in Darmstadt an zentraler Stelle  nachgebaut, illuminiert von sechs parallel eingespielten  Filmausschnitten. Eine düstere Welt, die Jakob Steinhardt («Die Stadt»,  1913) und Paul Adolf Seehaus («Bergstadt», 1915) in ihren Bildern  vorwegnahmen.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Der untergründige Horror von  «Caligari» führt den Zuschauer ins Reich der Träume, des Unterbewussten &#8211;  ohne Siegfried Kracauers sozialpsychologische Perspektive auf  kollektive Prädispositionen der Weimarer Republik zu evozieren. Der  Wertekanon, das ästhetische Image werden zu einem heterogenen Stil  verschmolzen. Hinsichtlich Kameratechnik und Nutzung des filmischen  Raums jedoch ist diese Teamarbeit ein Werk des Übergangs, ein Vertreter  der Vergangenheit. In der weiteren Filmproduktion bleibt der einsetzende  «Caligarismus» ohne Breitenwirkung beim Kinopublikum, dem Kunstghetto  verhaftet &#8211; wie die 1913 entstandenen Autorenfilme «Der Andere» oder  «Der Student von Prag».</span></p>
<p><span style="font-family:bbnog;color:#c0c0c0;">Legendäres Schattenreich </span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Die rauschhafte Ekstase zelebriert  die sogenannte «Kokain-Avantgarde», vertreten durch die Skandaltänzerin  Anita Berber. Ihre Kollegin Valeska Gert erklärte: «Expressionismus ist  der persönlichste, unverfälschte und einzige Ausdruck des modernen  Künstlermenschen, der sich sicher und grenzenlos unsicher zugleich in  seinem kurzen Erdendasein fühlt und mit Inbrunst mehr zu sein sucht als  nur kleine Kreatur.»</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Von den Architekturvisionen eines  Hans Scharoun war es nur ein kurzer Weg zum mystischen Geist der Gotik  und Romantik, aus dem sich das metaphysische Bedürfnis der Deutschen  speiste: Paul Wegeners Film «Der Golem, wie er in die Welt kam» mit  seinen Spitzbögen und phantastischen Elementen reproduziert diese  historisierenden Stilisierungen des Expressionismus. Nach 1920 nahm der  Expressionismus einen massenmedialen Status ein. Seine  Einrichtungsgegenstände, Mode und Marketingformen waren zum  Allgemeingut, zur Chiffre geworden, wie Fritz Langs Klassiker «Dr.  Mabuse» (1921/22) beweist.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/dr-mabuse-x-27498_2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2357" title="dr-mabuse-x-27498_2" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/dr-mabuse-x-27498_2.jpg?w=497&#038;h=361" alt="" width="497" height="361" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:ullsg,Helvetica,Arial;color:#c0c0c0;"><span style="font-size:x-small;">Gesamtkunstwerk  Expressionismus &#8211; Film, Kunst, Literatur, Theater, Tanz und Architektur.  Mathildenhöhe Darmstadt. Bis 13.  Februar 2011. Katalog 45  €.</span></span></p>
<p><span style="font-family:ullsg,Helvetica,Arial;color:#c0c0c0;"><span style="font-size:x-small;"><br />
</span></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aestheticanova.wordpress.com/2350/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aestheticanova.wordpress.com/2350/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aestheticanova.wordpress.com/2350/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aestheticanova.wordpress.com/2350/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aestheticanova.wordpress.com/2350/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aestheticanova.wordpress.com/2350/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aestheticanova.wordpress.com/2350/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aestheticanova.wordpress.com/2350/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aestheticanova.wordpress.com/2350/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aestheticanova.wordpress.com/2350/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aestheticanova.wordpress.com/2350/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aestheticanova.wordpress.com/2350/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aestheticanova.wordpress.com/2350/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aestheticanova.wordpress.com/2350/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2350&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Timo Taubertal</media:title>
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			<media:title type="html">aus Dr. Caligari </media:title>
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			<media:title type="html">Golem</media:title>
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		<title>Niederes Erkenntnisvermögen.</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 11:27:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Panther Ray</dc:creator>
				<category><![CDATA[Splitter]]></category>
		<category><![CDATA[niederes Erkenntnisvermögen]]></category>
		<category><![CDATA[Sehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Alexander Gottlieb Baumgarten, dem wir das Wort und den Begriff der Ästhetik verdanken, zählt das Sehen wie alle unsere fünf Sinne zu unserm niederen Erkenntnisvermögen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2335&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/nilnachtg.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2336" title="Nildelta und östliches Mittelmeer bei Nacht" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/nilnachtg.jpg?w=400&#038;h=267" alt="" width="400" height="267" /></a></p>
<p>Alexander Gottlieb Baumgarten, dem wir das Wort und den Begriff der Ästhetik verdanken, zählt das Sehen wie alle unsere fünf Sinne zu unserm <em>niederen</em> Erkenntnisvermögen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aestheticanova.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aestheticanova.wordpress.com/2335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aestheticanova.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aestheticanova.wordpress.com/2335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aestheticanova.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aestheticanova.wordpress.com/2335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aestheticanova.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aestheticanova.wordpress.com/2335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aestheticanova.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aestheticanova.wordpress.com/2335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aestheticanova.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aestheticanova.wordpress.com/2335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aestheticanova.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aestheticanova.wordpress.com/2335/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2335&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Timo Taubertal</media:title>
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			<media:title type="html">Nildelta und östliches Mittelmeer bei Nacht</media:title>
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		<title>Drei Ausstellungen in New York.</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 09:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Panther Ray</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betrachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[abstrakter Expressionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bauhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neoklassizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Sachlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[reine Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenkriegszeit]]></category>

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		<description><![CDATA[aus Neue Zürcher Zeitung, 12.11. 2010 Die Ästhetik des Widerstands Drei packende Ausstellungen über Schönheit und Rebellion in New York Drei auf den ersten Blick ganz verschiedene Ausstellungen, die derzeit in New York zu sehen sind, beleuchten die Rolle der Kunst im ästhetischen Diskurs nach den beiden Weltkriegen. Von Andrea Köhler Sie gelten als Meister [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2333&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/pollock-jackson-one-nc2b0-31-3b6e-4830-8e9c-874a6526975a.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2341" title="Pollock Jackson One-N° 31 -3B6E-4830-8E9C-874A6526975A" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/pollock-jackson-one-nc2b0-31-3b6e-4830-8e9c-874a6526975a.jpg?w=497&#038;h=248" alt="" width="497" height="248" /></a></p>
<p>aus <em>Neue Zürcher Zeitung,</em> 12.11. 2010</p>
<h1><strong>Die Ästhetik des Widerstands </strong></h1>
<p><span style="font-family:bbnog;"><span style="font-size:large;"><strong></strong></span></span> <span style="font-family:bbbuk;color:#c0c0c0;"><span style="font-size:medium;"><em>Drei packende Ausstellungen über Schönheit und Rebellion in New York </em></span></span></p>
<p><span style="font-family:bbbug;color:#808080;"><strong>Drei auf den ersten Blick ganz verschiedene  Ausstellungen, die derzeit in New York zu sehen sind, beleuchten die  Rolle der Kunst im ästhetischen Diskurs nach den beiden Weltkriegen. </strong></span></p>
<p><span style="font-family:bbnok;color:#c0c0c0;"><em>Von Andrea Köhler </em></span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Sie gelten als Meister der  Selbstzerstörung, eine lose Truppe von vornehmlich schweren Trinkern,  die in Downtown Manhattan eine der aufregendsten Kunstströmungen des  letzten Jahrhunderts hervorbringen sollten. Mark Rothko und Jackson  Pollock, Robert Motherwell, Robert Rauschenberg und Willem de Kooning,  Barnett Newman, Ad Reinhardt, Philip Guston, Lee Krasner und Helen  Frankenthaler &#8211; das Museum of Modern Art (MoMA), das seine gefeierte  Sammlung nicht zuletzt auch diesen Künstlern verdankt, hat den  «abstrakten Expressionisten» jetzt eine leuchtende Retrospektive  gewidmet, die auch das grösste Kapitel in der Geschichte des Hauses  umfasst.</span></p>
<p><span style="font-family:bbnog;color:#c0c0c0;">The Big Picture </span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Es gibt wenig in dieser ganz aus  den Beständen zusammengestellten Schau, das aus dem Rahmen fällt. Und  doch steckt «Abstract Expressionist New York: The Big Picture» voll  kleiner Überraschungen. Die über 200 Werke &#8211; Skulpturen, Zeichnungen und  vor allem grossformatige Gemälde &#8211; runden sich zwar nicht zum  Gesamtbild einer Ära, in der die amerikanische Kunst erstmals zu  internationaler Reputation gelangte &#8211; dazu fehlt beispielsweise, bis auf  ein einziges Bild, das Werk von Joan Mitchell. Doch die Suggestivkraft  der Bilder ist nach wie vor tief beeindruckend. Ihre Mentoren fanden die  jungen Künstler seinerzeit in den aus Europa geflohenen Malern wie etwa  Hans Hofmann, der 1933 in New York die Hofmann School of Fine Arts  gründete. Dessen (lange vor Pollock) mit der Dripping-Technik  experimentierendes Bild «Spring» aus dem Jahr 1940 steht am Anfang  dieser in allen Farben prangenden Ausstellung.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Allein Willem de Koonings in  magischem Blau explodierendes Bild «Tree in Naples» wirkt wie das reine  Substrat dieser die Wahrnehmung transzendierenden Stilrichtung, die die  spontane Geste und den Akt des Malens selbst in den Mittelpunkt rückt.  Die vornehmlich voluminösen Formate werden jedoch mitunter von den  kleineren in den Schatten gestellt. Jackson Pollocks in sprühendem Licht  pulsierendes Bild «Shimmering Substance» aus dem Jahr 1946 betört durch  seine fast psychedelische Energie, die jeden, der mit den düsteren  Impressionen Europas kurz nach dem Zweiten Weltkrieg aufwuchs, mit  Staunen erfüllen muss. Angesichts dieser vibrierenden Bilder fällt es  nicht schwer zu verstehen, dass die wilde Malerei amerikanischer  Provenienz im Kalten Krieg zur aufstrebenden Kunstrichtung des  demokratischen Westens avancierte &#8211; eine Entwicklung, die (via  Rockefeller Foundation) von der CIA befördert wurde, um der  staatstragenden Repräsentationskunst des sozialistischen Realismus die  Vision des ungezügelten, freien Amerika entgegenzuhalten.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/de-kooning-a-tree-in-naples-1960.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2343" title="de kooning A Tree in Naples 1960" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/de-kooning-a-tree-in-naples-1960.jpg?w=393&#038;h=450" alt="" width="393" height="450" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Man muss nicht einmal aus Europa  kommen, um die Anziehungskraft dieser rebellischen Kunstform auf den in  Trümmern liegenden europäischen Kontinent zu begreifen. Was im Zweiten  Weltkrieg in Schutt und Asche aufging, war auch der Glaube an die  klassischen Ideale, deren Heroisierung zuletzt in der Kunst und  Architektur des Faschismus ihren Ausdruck fand. Die zeitgleich zum  «Abstrakten Expressionismus» im Guggenheim Museum eröffnete Ausstellung  «Chaos and Classicism. Art in France, Italy and Germany, 1918-1936»  vertieft den Blick auf die historischen Wurzeln einer Entwicklung, die  auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs ihren Ausgang nahm.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Auf den ersten Blick haben die  beiden Ausstellungen nicht viel gemein. Die Guggenheim-Schau ist alles  andere als eine das Auge betörende Feier der Farben; hier geht es &#8211; auch  wenn die modernen Kunstströmungen des Jahrhundertbeginns die Folie  abgeben &#8211; nicht um die Sprengung der traditionellen Formen, sondern um  ihre Restauration. Die Ausstellung beleuchtet eine Kunstrichtung, die  den Abstraktionen der Avantgarde freilich nur scheinbar entgegengesetzt  und nicht grundsätzlich von ihr verschieden war. Picasso, Fernand Léger,  Balthus, Jean Cocteau, Le Corbusier oder Mies van der Rohe &#8211; die hier  vertretenen Namen sind einer traditionellen Ästhetik nicht eben  verdächtig. Und doch waren sie Teil einer Bewegung, die das Figurative  rehabilitierte und, im Kontrast zum fragmentierten Vokabular des  Konstruktivismus und Kubismus, klassische Werte wie Klarheit der Linien  und Ganzheit der Form auf den Schild hob.</span></p>
<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/orphee_jean_marais_article.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2348" title="Orphee_Jean_Marais" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/orphee_jean_marais_article.jpg?w=480&#038;h=265" alt="" width="480" height="265" /></a></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Der Klassizismus, der hier als  Reaktion auf die Verheerungen des Ersten Weltkriegs eine an der  griechischen und römischen Antike geschulte Ästhetik zu etablieren  versuchte, war auch ein Affront gegen die Avantgarde der Weimarer Zeit,  die dem Grauen der Schlachtfelder in ihren Bildern drastisch Ausdruck  verlieh. Was in Italien «die Rückkehr zum Handwerk», in Frankreich «der  Ruf nach Ordnung» und in Deutschland «die neue Sachlichkeit» hiess,  wurde Teil einer Strömung, die sich als ein untergründiger Strang auf  dem Weg in die Ästhetik des Faschismus herausstellen sollte. Der  poetische Traum von der Antike in Pariser Kunstkreisen, das Revival des  Römischen Imperiums unter Mussolini und selbst noch die funktionale  Utopie des Bauhauses werden so als Schritte in der Genealogie einer  zuletzt pervertierten Ästhetik der Macht kenntlich, die anfangs durchaus  moderne Züge trug.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">«Chaos und Klassizismus» ist eine  Einführung in die unscharf ausgeleuchteten Winkel der Kunstgeschichte  zwischen den beiden Weltkriegen, für die das Rondell des Guggenheim  Museum, das gemeinhin eher für Blockbuster-Schauen herhalten muss,  vorzüglich geeignet ist. In Frank Lloyd Wrights Spirale an der Fifth  Avenue, die chronologisch nach oben beschritten wird, ziehen die Bilder  an uns vorbei wie Projektionen einer Laterna magica (und münden im  obersten Saal in Leni Riefenstahls Film «Olympia»). Der Klassizismus  feiert die Schönheit der idealen Form, und doch ist kaum etwas darunter,  das dem Zeitgeschmack heute als «schön» erschiene. Abgesehen von  Frauenporträts wie Picassos steingrauem Ölgemälde «Bust of a Woman, Arms  Raised» von 1922 oder dem Saal mit Entwürfen von Le Corbusier gibt es  viel qualitativ Uneinheitliches. Doch was die Ausstellung so interessant  macht, ist die Zerrissenheit einer chaotischen Zwischenkriegszeit, in  der der Aufbruch in die Moderne durch das Ideal von Ordnung und Harmonie  konterkariert wurde &#8211; und zwar just von jenen, die später selbst auf  den schwarzen Listen der «entarteten Kunst» landen sollten.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/guggenheim-frank-lloyd-wright.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2344" title="guggenheim frank lloyd wright" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/guggenheim-frank-lloyd-wright.jpg?w=427&#038;h=296" alt="" width="427" height="296" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:bbnog;color:#c0c0c0;">Pure Schönheit </span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Heute stehen die damals  entworfenen Möbel von Le Corbusier oder Mies van der Rohe in den  unbezahlbaren Lofts in Soho, in denen einst Pollock &amp; Co. unter  harschen Lebensbedingungen die Leinwand traktierten; und es ist nicht  ganz unwahrscheinlich, dass auch ihre Bilder jetzt dort an den Wänden  hängen. Vielleicht war es die Tauglichkeit für den gehobenen  Kunstgeschmack, man könnte auch sagen die «pure Schönheit» dieser  Gemälde, die den Amerikaner John Baldessari dem abstrakten  Expressionismus nach mehr als einem Jahrzehnt eher erfolgloser Malerei  den Rücken zukehren liess. Unter dem &#8211; ironischen &#8211; Titel «Pure Beauty»  widmet das Metropolitan Museum of Art (MMA) dem Pionier der Konzeptkunst  jetzt eine Retrospektive, die das Gefühl hinterlässt, etliche  Kunstströmungen oder auch Moden der zweiten Hälfte des letzten  Jahrhunderts seien auf seine Einfälle zurückzuführen. Wofür einiges  spricht: Baldessari war als Lehrer am California Institute of the Arts  und an der University of California seit Anfang der siebziger Jahre sehr  einflussreich.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/john-baldessari.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2345" title="john baldessari" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/john-baldessari.jpg?w=497&#038;h=490" alt="" width="497" height="490" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Nachdem er seine Gemälde aus den  Jahren 1953 bis 1966 in einem sogenannten «Cremation Project» feierlich  hatte einäschern lassen, gab es kaum eine Form, die der heute  achtzigjährige Künstler nicht spielerisch ausprobiert hätte. Doch seine  Vorliebe galt der Arbeit mit Text und Fotografie. In mehr als 120  Werken, Collagen, Drucken, rebusartigen Fotomontagen, Videos und  Installationen aus Filmstills ist hier Baldessaris gesamte Karriere  dokumentiert, die in 11 Ausstellungsräumen eine mäandernde Linie von der  Pop-Art bis in die Gegenwart zieht. Im Zentrum steht die bohrende  Frage, «was Kunst eigentlich ist». Zugleich legt die Schau die  experimentelle Dynamik einer Kunstrichtung bloss, in der die Idee über  ihre visuelle Umsetzung dominiert.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;">Fühlte sich Baldessari als Epigone  des abstrakten Expressionismus missverstanden, so hat er vieles aus der  Conceptual Art vorweggenommen. Schon mit dem ersten Werk &#8211; «A Painting  That Is Its Own Documentation», einem Text-Bild mit der Inschrift «June  19, 1968 Idea Conceived at 10:25 a.  m.», das seine eigene  Ausstellungsgeschichte schwarz auf weiss dokumentiert &#8211; werden wir aufs  Glatteis einer alles in Frage stellenden Experimentierlust geführt.  Baldessaris unerschöpfliche Neugier, die einen zuweilen comicartigen und  meistens abgründigen Witz flankiert, wirkt noch immer erfrischend  vital. Angesichts des kuriosen Gemäldes «Bird 1», in dem der Künstler  ein Plakat mit dem halben Leib eines auf dem Kopf stehenden Vogels  übermalt hat, mag man bedauern, dass dem «Kremationsprojekt» nur ein  einziges Bild entkommen ist. Doch auch so gibt es genug zu sehen in  dieser überbordenden Schau, die Baldessari über fünfzig Jahre nach  seinem Start auf dem Höhepunkt seiner Karriere zeigt. «Pure Beauty»  enthält naturgemäss kein einziges «schönes» Bild. Doch die Ausstellung  stellt die Frage, «was Kunst eigentlich ist», mit einem Eigensinn und  einer Intensität, die in Zeiten, in denen die kalkulierte  Marktkonformität den Betrieb dominiert, die Schönheit des unorthodoxen  Denkens selbst illustriert.</span></p>
<p><span style="font-family:tlnog;"><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/balthus-naoto2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2346" title="balthus naoto2" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/balthus-naoto2.jpg?w=450&#038;h=311" alt="" width="450" height="311" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-family:ullsg,Helvetica,Arial;"><span style="font-size:x-small;">Die Ausstellung im  MoMA (Katalog $  29.95) dauert bis zum 25.  April 2011; die  Ausstellungen im Guggenheim Museum (Katalog $  40.-) und im MMA (Katalog  $  45.-) dauern bis zum 9.  Januar 2011.</span></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aestheticanova.wordpress.com/2333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aestheticanova.wordpress.com/2333/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aestheticanova.wordpress.com/2333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aestheticanova.wordpress.com/2333/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aestheticanova.wordpress.com/2333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aestheticanova.wordpress.com/2333/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aestheticanova.wordpress.com/2333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aestheticanova.wordpress.com/2333/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aestheticanova.wordpress.com/2333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aestheticanova.wordpress.com/2333/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aestheticanova.wordpress.com/2333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aestheticanova.wordpress.com/2333/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aestheticanova.wordpress.com/2333/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aestheticanova.wordpress.com/2333/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2333&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Pollock Jackson One-N° 31 -3B6E-4830-8E9C-874A6526975A</media:title>
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			<media:title type="html">de kooning A Tree in Naples 1960</media:title>
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			<media:title type="html">Orphee_Jean_Marais</media:title>
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		<title>Gauguin im Tate Modern.</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 09:48:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Panther Ray</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betrachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gauguin]]></category>
		<category><![CDATA[Tate modern]]></category>

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		<description><![CDATA[Schöpfer des eigenen Mythos «Gauguin: Maker of Myth» &#8211; eine Ausstellung in der Londoner Tate Modern Paul Gauguins traum- und trancehafte Südsee-Bilder sind in die Poster-Folklore eingegangen &#8211; wie es für sein bewegtes Leben gilt. Die Londoner Tate Modern zeigt den Maler einmal anders: als Gestalter der eigenen Mythen und Herrn über sein eigenes, facettenreiches [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2311&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/christus-am-olberg.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2313" title="Christus am Ölberg" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/christus-am-olberg.jpg?w=497&#038;h=391" alt="" width="497" height="391" /></a></h1>
<h1><strong>Schöpfer des eigenen Mythos</strong></h1>
<h2>«Gauguin: Maker of Myth» &#8211; eine Ausstellung in der Londoner Tate Modern</h2>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">Paul Gauguins traum- und trancehafte Südsee-Bilder sind in die Poster-Folklore eingegangen &#8211; wie es für sein bewegtes Leben gilt. Die Londoner Tate Modern zeigt den Maler einmal anders: als Gestalter der eigenen Mythen und Herrn über sein eigenes, facettenreiches Image.</span></p>
<p><span style="color:#c0c0c0;"><br />
<span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><em>Von Marion Löhndorf</em></span></span></p>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">Selbst wer Gauguin nicht schätzt, <a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/gauguin-at-the-tate-002.jpg"><img class="size-full wp-image-2315 alignleft" title="Gauguin-at-the-Tate-002" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/gauguin-at-the-tate-002.jpg?w=399&#038;h=500" alt="" width="399" height="500" /></a>wird diese Ausstellung mit erheblichem Gewinn verlassen. Und dass sie mit mehr als hundert, teilweise selten gezeigten Arbeiten einen umfassenden Überblick über sein Werk gibt, ist ein grosses, aber nicht ihr grösstes Verdienst: Sie präsen- tiert Paul Gauguin als cleveren Choreo- grafen seiner Karriere und als Mythen- schöpfer der eigenen Persona &#8211; in seiner Kunst, in seinen journalistischen Arbeiten, Briefen und seiner Prosa schuf er ein vielfach changierendes Selbstbild. Auch seine Umgebung interpretierte und gestaltete er nach eigenen Vorstellungen. «Der Mittelpunkt meiner Kunst ist in meinem Kopf und nirgends sonst», schrieb er 1892 aus Tahiti an seine Frau Mette, die er mit fünf Kindern in Europa zurückgelassen hatte. Der Abdruck dieses Zitats nimmt eine ganze Wand in der Ausstellung ein &#8211; es könnte zugleich ihr Motto sein.</span></p>
<p><span style="color:#c0c0c0;"><br />
<span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Zivilisationsflucht</span></span></p>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">Die grosse Schau in der Londoner Tate Modern befasst sich mit den Strategien seiner Selbstinszenierung und setzt das Schaffen des französischen Malers zugleich in einen zeitgenössischen Kontext, dokumentiert in Fotos, Karten, Zeitungsartikeln. Gauguins Umfeld, der historische und kunsthistorische Hintergrund werden in dieser klug konzipierten Schau ebenfalls vermessen und übrigens begleitet von einer vorzüglichen Publikation. So gewinnen Mensch und Arbeit gleichermassen an Umriss. Dabei steht die berühmteste Schaffensperiode, die Südsee-Jahre, im Mittelpunkt. Die Figur Gauguins, im Fahrwasser seiner Zeit und zugleich im Widerstand zu ihr, wird nicht geglättet in ihrer Ruhelosigkeit, ihrer unerbittlichen Konsequenz des künstlerischen Anspruchs, ihrer Arroganz und Egozentrik. Sie erscheint in ihrer Gegensätzlichkeit, Komplexität und weitreichenden Wirkung: Gauguins Faszination für das Ursprüngliche, der er in seinen Tahiti-Bildern nachging, der Primitivismus, wurde zu einer der einflussreichsten Strömungen der modernen Kunst. Es ist eine Binsenweisheit der Kunstgeschichte, dass seine Südsee-Reisen und -Aufenthalte eine neue Sicht auf die sogenannten primitiven Völker begründet haben: von diesem Augenblick an unter dem Blickwinkel der Kunst. Gauguin gilt als derjenige, der die Sehnsucht nach dem Primitiven, der heilen Welt eines vorindustriellen Lebens am dramatischsten und einflussreichsten personifizierte.</span></p>
<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/gauguin-die-muehle-in-pont-aven_bearbeitet-1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2316" title="gauguin die-muehle-in-pont-aven_bearbeitet-1" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/gauguin-die-muehle-in-pont-aven_bearbeitet-1.jpg?w=497&#038;h=406" alt="" width="497" height="406" /></a></p>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">Gauguin lebte von 1887 an mit Unterbrechungen in der Südsee, auf Martinique, Tahiti und zuletzt auf Hiva Oa, einer der Marquesas-Inseln, die schon früh sein Ziel waren. Seine Auswanderung kann als Flucht vor einer Gesellschaft verstanden werden, die ihn, wie er 1898 schrieb, als Künstler geradezu grausam behandelt habe. Gauguins Werke, darunter auch Töpferarbeiten, Schnitzereien und Drucke, ebenso wie seine &#8211; weniger bekannten &#8211; Schriften werden in der Tate-Modern-Ausstellung als Arbeit nicht nur an der eigenen Legende, sondern auch an der Mythisierung seiner Welt gelesen: In seinen Briefen aus der Südsee ist fast ausschliesslich die Rede von finanziellen Schwierigkeiten und gesundheitlichen Belastungen (er starb 1903 an den Folgen der Syphilis), die später noch von Konflikten mit den Kolonialbehörden erschwert wurden. In seiner Kunst dagegen verschloss er die Augen vor den Fehlern seines Paradieses und vor den Missständen der Zivilisation, die dieses längst eingeholt hatten. Obwohl er es als Augenzeuge besser wissen musste, beharrte er auf seiner idyllischen Wunschvorstellung Tahitis und seiner Bewohner. Gauguin malte das Ideal, das Natürliche und von der westlichen Gesellschaft Unberührte schlechthin.</span></p>
<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/gauguin-landschaft-auf-martinique.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2317" title="gauguin landschaft-auf-martinique" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/gauguin-landschaft-auf-martinique.jpg?w=497&#038;h=638" alt="" width="497" height="638" /></a></p>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">In der Ausstellung, die sich so intensiv mit dem Thema «Identität und Selbst-Mythologie» befasst, nehmen Gauguins Selbstporträts, in denen er die unterschiedlichsten Posen einnahm, einen prominenten Platz ein. Wie auch immer die Gesichter aussahen, die er sich selbst gab: Glücklich erschienen sie selten, und immer waren sie mit der Rolle des Aussenseiters verbunden. Neben den zahlreichen Eigendarstellungen, die als solche gekennzeichnet sind, finden sich eine Reihe versteckte Bilder der eigenen Person in zahlreichen seiner anderen Arbeiten. Er malte sich sogar als Christus &#8211; in einer der vielen Varianten seiner Selbstinszenierungen, die ihn, den ehemaligen Börsenmakler, wahlweise als «Wilden», Bohémien, Heiligen, Sünder und Märtyrer des modernen Lebens zeigten.</span></p>
<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/gauguin-winterlandschaft.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2318" title="gauguin winterlandschaft" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/gauguin-winterlandschaft.jpg?w=497&#038;h=371" alt="" width="497" height="371" /></a></p>
<p><span style="color:#c0c0c0;"><br />
<span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Exotisches Image</span></span></p>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">Religion, Glaube und Aberglaube beschäftigten Gauguin von jeher, und die Ausstellung trägt den «Sakralen Themen» in einem ganzen Raum Rechnung. Schon in seinen frühen, noch in der Bretagne entstandenen Arbeiten, als deren natürliche Fortschreibung seine Tahiti-Bilder erscheinen, verband er christliche Motive mit Naturdarstellungen. Mehr als um einen christlich-religiösen Kontext mochte es Gauguin aber schon damals um den mystischen Zusammenhang von Mensch und Natur gegangen sein, den er in seiner Südsee-Malerei und in seinem 1891 auf Tahiti entstandenen, autobiografisch gefärbten Episoden-Roman «Noa Noa» festzuhalten versuchte. Der Roman war mit Holzschnitt-Illustrationen versehen, die in der Ausstellung zu sehen sind: In Bild und Schrift bemühte sich Gauguin offensichtlich, der Denk- und Lebensweise der Maori nahezukommen. Auch erschien es ihm, dem beredten und so oft zornigen Briefschreiber, offenbar reizvoll, den eigenen Stil in «Noa Noa» schlicht und einfach zu gestalten, der Sprache der «Nichtzivilisierten» entsprechend. Mit Taktiken wie diesen, die als solche vielfach nicht erkannt wurden, stilisierte sich Gauguin zum «sauvage», zum «Wilden».</span></p>
<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/gauguin-tate-brittany_1699195i1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2328" title="Jakob ringt mit dem Engel" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/gauguin-tate-brittany_1699195i1.jpg?w=497&#038;h=395" alt="" width="497" height="395" /></a></p>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">Zu den grossartigsten Beispielen seiner Tendenz, das vermeintlich Primitive in der eigenen Kunst zu absorbieren, gehört der in der Tate gezeigte, überdimensionale, von ihm selbst geschnitzte Türsturz seines letzten Hauses in Atuona auf Hiva Oa. Ihn schmücken nicht nur tahitische Frauen, die zu seinen Lieblingsmotiven gehörten &#8211; sondern auch zwei sloganhafte Inschriften: «Soyez mysterieuses» und «Soyez amoureuses et vous serez heureuses». Dass sich Gauguin dabei der französischen Sprache bediente, war eine Ausnahme. Gerade seine Bilder aus Tahiti versah der Liebhaber des Fremd- und Andersartigen gern mit Titeln in der Sprache der Maori, die in ihrer Weise zum exotischen Image seiner Kunst &#8211; und seiner Person &#8211; beitrugen.</span></p>
<p><span style="color:#c0c0c0;">Gauguin &#8211; Maker of Myth. Tate Modern, London. Bis 16. Januar 2011. Katalog £ 35.-.</span></p>
<p><a href="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/gauguin3.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2314" title="gauguin3" src="http://aestheticanova.files.wordpress.com/2010/11/gauguin3.jpg?w=497&#038;h=413" alt="" width="497" height="413" /></a></p>
<p><em><span style="color:#c0c0c0;"><br />
<span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">Nota.</span></span></em><span style="color:#c0c0c0;"><br />
<span style="color:#808080;"><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">Die Südseebilder kennt jeder. Darum zeige ich hier ein paar von den andern.</span><em><br />
<span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">J. E.</span></em></span><br />
</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aestheticanova.wordpress.com/2311/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aestheticanova.wordpress.com/2311/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aestheticanova.wordpress.com/2311/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aestheticanova.wordpress.com/2311/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aestheticanova.wordpress.com/2311/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aestheticanova.wordpress.com/2311/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aestheticanova.wordpress.com/2311/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aestheticanova.wordpress.com/2311/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aestheticanova.wordpress.com/2311/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aestheticanova.wordpress.com/2311/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aestheticanova.wordpress.com/2311/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aestheticanova.wordpress.com/2311/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aestheticanova.wordpress.com/2311/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aestheticanova.wordpress.com/2311/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aestheticanova.wordpress.com&amp;blog=5977900&amp;post=2311&amp;subd=aestheticanova&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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